Mieten

Vor 1971 war es jedem Mieter freigestellt eine Kündigung durch eine für den Mieter unerschwingliche Mieterhöhung zu erwirken, welche eben im Jahr 1971 verboten wurde.

Mietgesetz

Das Mietgesetz wurde 2001 reformiert und in das BGB integriert. Das veraltete MHG ist damit außer Kraft getreten. Wesentliche Punkte der Erhöhungsregelungen sind die 15 monatige Frist für Erhöhungen bis zur regionalen Vergleichsmiete und eine Erhöhung kann frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung verlangt werden.

Vergleichsmiete

Die Vergleichsmiete errechnet sich über die Entgelte, die in einer Gemeinde über die letzten 4 Jahre vereinbart oder geändert worden sind. Bei der Vergleichsmiete werden keine Erhöhungen berücksichtigt, die mit der Modernisierung zu tun haben. Geänderte Betriebskosten werden auch nicht zur Berechnung hinzugezogen.

Erhöhungen

Bei der Erhöhung bis zur Vergleichsmiete darf die Erhöhung nicht über 20% der Differenz des Wertes von vor 4 Jahren betragen, was zu einer rasanten Inflation des Mietpreises führen würde und Mieter nur zu leicht in Zahlungsschwierigkeiten bringen kann.

Kündigung

Eine Kündigung hat von Seiten des Vermieters gerichtlich und von Seiten des Mieters gerichtlich oder schriftlich zu erfolgen. Die Kündigungsfrist richtet sich grundsätzlich nach den vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Parteien. Der Mieter kann nur dann kündigen, wenn das Mietobjekt ohne sein Verschulden schwer an Qualität verloren hat. Die Kündigung seitens des Vermieters ist nur in zwei Fällen erlaubt: Im Falle des qualifizierten Mietrückstandes und der erheblich benachteiligenden Nutzung seitens des Mieters.

 

 

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