Wenn Sie eine Immobilie kaufen wollen, ist es bei den heutigen Heizkosten von Vorteil, wenn Sie diese Immobilie gründlich begutachten. Seit Januar 2009 ist zwar ein Energiepass vorgeschrieben beim Hausverkauf, aber das muss nicht zwingend heißen, dass das Haus auf energetische Schwachstellen untersucht wurde. Am besten wäre es, Sie beauftragen einen Thermografiedienstleister, der die Immobilie durch eine Wärmebildkamera begutachtet und alle Isolationsschwachstellen sichtbar macht.

Die Aufnahmen mit der Wärmebildkamera kosten circa 150 bis 200 Euro. Am sinnvollsten ist es, die Aufnahmen zu machen, wenn zwischen Innen- und Außentemperatur mindestens 10 bis 15 Grad Unterschied herrschen. Nur so bekommt man auch korrekte Daten. Die Räume müssen mit mindestens 20 bis 23 Grad beheizt sein, damit die Wärmebildkamera aussagefähige Aufnahmen machen kann. Am besten ist es auch, diese Aufnahmen früh morgens zu machen, wenn die Außentemperatur noch nicht so hoch ist. Außerdem sollte das Gebäude nicht direkt von der Sonne angestrahlt und somit aufgeheizt sein.

Die Wärmebildkamera kann somit aufgrund von verschiedenen Farbverläufen sichtbar machen, wo sich die Schwachstellen an der Immobilie befinden. Die häufigsten Schwachstellen sind die Fenster, die Türen, Gauben, der Balkon, das Dach oder auch ungedämmte Mauern. Wenn Sie anhand der Bilder der Wärmebildkamera sehen, dass hier "zum Fenster raus geheizt" wird, müssen Sie sich überlegen, ob Sie die Immobilie dennoch kaufen. So sind sie im Voraus geschützt vor ungeplanten Kosten, wenn sie Ihre neu erstandene Immobilie nachträglich mit energetischen Maßnahmen sanieren müssen. Auch aus den Heizkostenabrechnungen der letzten Jahre können sie schon viel über den Energieverbrauch des Hauses ablesen.